autoimmunkrankheiten - Alopecia areata
   
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Kreisrunder Haarausfall

Die Alopecia areata ist ein kreisrunder, rückbildungsfähiger Haarausfall mit einem oder mehreren Kahlstellen. In 80 % der Fälle ist die Kopfbehaarung betroffen. Auch an anderen Körperstellen kann die Erkrankung auftreten.

Die Alopecia areata ist eine entzündliche Erkrankung. Für eine autoimmune Ursache sprechen das gehäufte Aufreten zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen wie z. B. Thyreoiditis, Myasthenia gravis, Colitis ulcerosa und ITP (Idiopathische Thrombozytopenische Purpura). Ferner unterstützen auch einige Tiermodelle die Theorie einer Autoimmunpathogenese ebenso wie das Ansprechen der Alopecia areata auf verschiedene Immunsuppressiva.

Häufigkeit

Die Erkrankungshäufigkeit liegt bei ca. 20 pro 100.000 Einwohner. Es gibt keine wesentlichen Unterschiede bei der Verteilung der Geschlechterhäufigkeit. Familiäre Häufungen kommen vor.

Symptome

•Charakteristisch sind kreisrunde oder oval geformte Kahlstellen auf der Kopfhaut. Im Randbereich dieser Stellen findet man die sog. charakteristischen Kolbenhaare, die ca. 0,5 cm lang, wenig pigmentiert und gelegentlich am Ende gespalten sind. Vorwiegend sind der Hinterkopf und die seitliche Kopfregion des behaarten Kopfes betroffen. Seltener können auch Wimpern, Bart und die übrige Körperbehaarung von der Alopecia areata befallen sein.
•Die kahlen Stellen schmerzen und Jucken nicht. Vereinzelt sind in den befallenen Arealen Entzündungen von kleinen Talgdrüsen erkennbar.
•Gelegentlich findet man auch Nagelveränderungen, sog. Tüpfel- und Grübchennägel, als Begleiterscheinung.

Diagnose

Die Diagnose der Alopecia areata ergibt sich aus dem charakteristischenErscheinungsbild. Die Untersuchung von Gewebeproben der betroffenen Stellen zeigt entzündliche Veränderungen um den Haarschaft sowie gelegentlich sog. „Langerhanszellen“.

Therapie

•Therapieversuch mit topischen (auf die betroffenen Stellen aufgetragenen) Kortikoiden oder eine niedrig dosierte systemische (Tabletten) Dauertherapie
•Kortison-Stoßtherapie
•Cyclosporintherapie (lokal oder systemisch)
•PUVA-Therapie
•lokale "Immuntherapie" mit Diphencyprone, welches eine allergische Kontaktdermatitis auslöst, oder eine Therapie mit Cignolin 0,3-0,9%, das eine toxische Dermatitis verursacht.
•Vereinzelt wurde ein Versuch mit lokal aufgebrachter Minoxidillösung in Kombination mit einer der oben aufgeführten Therapien versucht.
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